Dienstag, 12. November 2013

Online-Partnerbörsen: Die virtuelle Liebesfalle

Partnerbörsen versuchen zusammenzubringen, was zusammengehören könnte. Doch manchen Anbietern geht es nicht um Liebe - sondern um Kunden, denen man ein Produkt möglichst teuer verkaufen kann. Ein Blick hinter die Kulissen der Online-Abzocke.

Michael hat angebissen. "Hallo Schmusekätzchen. Du hast wirklich eine klasse Ausstrahlung. Ich will dich kennenlernen." Die Frau, die er unbedingt treffen möchte, heißt Kim. Ihr Profil bei dem kostenpflichtigen Dating-Portal Flirt-Fever klingt vielversprechend. Kim, Spitzname "Wild Kim", 29 Jahre alt, Physiotherapeutin, hat blonde Haare und blaue Augen und beschreibt sich als abenteuerlustig und spontan. Mit ihrer Profilüberschrift: "Kuschelig und gefährlich sucht Löwenbändiger" will sie "aufregende Bekanntschaften machen, aus denen sich vielleicht etwas entwickeln kann". "Wild Kim" ist genau das, wonach Michael gesucht hat. Doch Kim wird er niemals kennenlernen. Denn es gibt sie nicht. Hinter Kim stecke ich. weiterlesen »

Verdi und Industrie empört - SPD plant Staatsprivileg für Zeitarbeit

Die SPD-geführten Länder wollen die öffentlichen Arbeitgeber durch eine Sondervorschrift von zu bürokratischen Regeln für Zeitarbeit befreien. Verdi und die Industrie reagieren empört. Der ganze Vorgang sei „sehr merkwürdig“.

Eine neue Bundesratsinitiative SPD-geführter Länder sorgt in der Industrie und in der Gewerkschaft Verdi gleichermaßen für Empörung: Die Länder wollen die öffentlichen Arbeitgeber durch eine Sondervorschrift von den ihrer Ansicht nach zu bürokratischen Regeln für Zeitarbeit und Arbeitnehmerüberlassung befreien. Einen Entschließungsantrag dazu haben Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in die Bundesratssitzung an diesem Freitag eingebracht. weiterlesen »

Die einfache Ausbeutungslösung für Zeitarbeiter in Staatsbetrieben!
Was hat das "S" in der "SPD" eigentlich noch verloren?
"APD" kommt auch gut, Ausbeuter-Partei-Deutschland!

Volkszählung der Milliardäre - Superreiche kennen keine Krise

Reich zu werden ist sehr schwer, reicher werden nicht so sehr: Die Superreichen haben ihre Vermögen in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt - trotz Krise. Ganz vorne mit dabei: die Deutschen.

Man kann dem durchschnittlichen Milliardär nicht vorwerfen, ein völliger Langweiler zu sein. Er hat 22 Millionen Dollar in Jachten, 16 Millionen in Flugzeugen und 6 Millionen in Kunst gesteckt. Er ist 62 Jahre alt, männlich, studierte in Harvard und besitzt insgesamt drei Milliarden Dollar.

Die Armen lassen sich nicht so genau erfassen, es sind zu viele. Einfacher zu zählen sind die Superreichen - und das machen die elitären Datensammler bei Wealth-X in Singapur. Die genannten Durchschnittszahlen stammen aus dem "Billionaire Census", einer Art Volkszählung der Milliardäre, den das Unternehmen zusammen mit der Bank UBS erstmals veröffentlicht hat (gesamter Report als PDF). weiterlesen »

Vom Amt auf die Straße - Wie junge Arbeitslose in die Obdachlosigkeit getrieben werden

Georg Restle: „Es gibt viele Gründe, warum ein junger Mensch den Anschluss an die Gesellschaft verliert. Schwieriges Elternhaus, Schulprobleme oder Arbeitslosigkeit. Wer es ohnehin schwer hat im Leben, braucht Unterstützung. Eigentlich eine Binsenweisheit. Aber es gibt ein Gesetz in Deutschland, das es solchen Jugendlichen noch schwerer macht. Das schon kleinste Fehltritte mit aller Schärfe bestraft und junge Menschen in die Obdachlosigkeit treibt. Strafen statt helfen? Klingt nach 19. Jahrhundert, ist aber Realität - und das heute. Florian Bauer über ein Gesetz, das man schleunigst abschaffen sollte.“ weiterlesen »

Hartz IV - Schulbesuch sanktioniert

Im niedersächsischen Nienburg wollen die Kinder von Hartz IV-Aufstockern Abitur machen. Dennoch läd das Jobcenter sie immer wieder vor.

Eigentlich wissen die Brüder Jonas und Max*, wie ihr weiterer Werdegang aussehen soll: Abitur, dann ein Studium, so planen es der 16- und der 17-Jährige. Vom Jobcenter im niedersächsischen Landkreis Nienburg sehen sich die beiden dabei allerdings gegängelt. Weil ihre Eltern mit Hartz IV aufstocken, lädt die Behörde sie seit ihrem 15. Geburtstag immer wieder zu sogenannten Beratungsgesprächen vor. Alle paar Monate werden Jonas und Max aufgefordert, mit Zeugnissen und Lebenslauf beim Jobcenter zu erscheinen, um „Stellengesuche zu besprechen“, wie es in den Schreiben heißt – unter Androhung von Sanktionen.

„Die Situation ist nicht mehr tragbar“, sagt die Mutter der beiden. Ende Oktober sagte Maria K.* für ihre Söhne einen Termin beim Jobcenter ab und erklärte, eine berufliche Vermittlung sei nicht angezeigt, da sie noch bis mindestens 2016 die Schule besuchten. Ihrem Brief legte sie vorsorglich Schulbescheinigungen bei. Das Amt reagierte prompt: Es kündigte an, den Jungen die Gelder zu kürzen, weil sie „keinen wichtigen Grund“ für ihr Nicht-Erscheinen mitgeteilt hätten. Maria K. wandte sich daraufhin an die Presse, über ihren Fall berichtete die Junge Welt. weiterlesen »

Montag, 11. November 2013

NSA-Affäre: Totalversagen des Liberalismus

Im Zuge der sich dahinschleppenden NSA-Affäre offenbart sich eine weitere, weitreichende Problematik: Das Totalversagen des modernen, westlichen Liberalismus

Dass Behörden generell dazu tendieren, größer zu werden, sich auszubreiten, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen und nur mangelnder Kontrolle durch die Politik unterliegen, ist im Grunde schon seit Max Weber jedem klar, der sich mit der Thematik ausgiebig beschäftigt. Dies zeigt sich seit vielen Jahren an den unkontrolliert wütenden bürokratischen Apparaten der Europäischen Union, dies zeigt sich genauso im kommunalen Bereich auf niedriger Ebene. Ebenso zeigt sich dies selbstverständlich auch bei Nachrichtendiensten, egal in welchem Land sie denn beheimatet sein mögen. weiterlesen »

EU-Parlament verbietet Schoko-Zigaretten - aus Versehen

Parlamentarier haben es wirklich nicht leicht. Vor allem wenn sie in der europäischen Volksvertretung sitzen. Denn mit einem Druck auf den Abstimmungsknopf vor ihnen setzen sie gewaltige, folgenschwere Rechtsakte in Kraft, die manchmal mehrere hundert Seiten umfassen. Und dann sind da noch zahllose Änderungsanträge. Da kann man schon mal den Überblick über das verlieren, was man beschließt und was nicht.

Genau das ist in dieser Woche offenbar geschehen, als sich die Abgeordneten mit den neuen Ekelbildern für Zigarettenschachteln beschäftigten. Dabei ging der Änderungsantrag 73 völlig unter und wurde, weil man gerade so in Fahrt war, gleich mit angenommen. Erst später merkten einige, welchen Unsinn man da gebilligt hatte. Denn der Antrag lautet: „Imitierte Tabakerzeugnisse, die für Minderjährige attraktiv sein können und einen potenziellen Einstieg in den Tabakkonsum bieten können, werden verboten.“ Das Hohe Haus hatte allen Ernstes Schokozigaretten, Lakritz-Pfeifen und Marzipan-Zigarren vom Markt verbannt. weiterlesen »

Neulich in der Bahn

Die Wartezeit in der Bahn lässt sich auch sinnvoll nutzen – Trainingsgeräte sind schließlich ausreichend vorhanden. (Bild: www.cheeseburger.com)

gefunden bei Yahoo

Samstag, 9. November 2013

Whistleblower Edward Snowden - Auslieferung als Schicksal

Politiker der Union und der SPD behaupten, Edward Snowden sei in Deutschland wegen des deutsch-amerikanischen Auslieferungsabkommens nicht sicher. Angeblich deswegen will man ihn nicht hier, sondern in Moskau als Zeugen hören. Es ist eine dürftige Ausrede. Man versucht, die eigene Hasenherzigkeit juristisch zu tarnen; man fürchtet den Zorn der USA. Die Bundesrepublik ist ein US-fürchtiger Staat. weiterlesen »

Überwachungsstaat - Die geheuchelte Empörung der Bundesregierung

In der NSA-Affäre stellt sich die Bundesregierung als wackere Kämpferin für den Datenschutz ihrer Bürger dar. Tatsächlich zeigen vertrauliche Papiere jedoch das Gegenteil. Hinter den Kulissen findet nicht nur ein reger Datenaustausch mit britischen und amerikanischen Geheimdiensten statt, deutsche Dienste sind auch stolz auf die ausgesprochen enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die man gerne noch ausbauen möchte. Und nicht nur das: Ein vertrauliches Papier aus dem Bundesinnenministerium für die laufenden Koalitionsverhand-lungen zeigt, dass man sich auch im Inland noch mehr Überwachung wünscht. Das lässt auch die Verhandlungen zum AntiSpy-Abkommen in einem anderen Licht erscheinen: Unternehmen und Kanzlerhandy bitte nicht! Der Normalbürger soll offenbar noch stärker durchleuchtet werden.

Die Wertegemeinschaft der lupenreinen Hurensöhne

Die US-geführte Kapitalmacht, Europa und Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg – eine kurze Skizze bekannter Tatsachen -

Im Zweiten Weltkrieg intensivierten die USA die ökonomische, militärische und politische Durchdringung Westeuropas. Nach dem Krieg retteten sie die deutschen, westeuropäischen und asiatischen Akteure und Kollaborateure der faschistischen Achse, integrierten sie in den Kampf gegen den Sozialismus und stellten die Weichen für die europäische Einigung. Der „Kalte Krieg“ in Europa war zugleich ein weltweiter heißer Krieg. Heute organisiert die hierarchisch integrierte globale Kapitalmacht unter US-Führung die Ausplünderung der eigenen und anderer Volkswirtschaften und versucht, sich den unterschiedlich widerständigen „Rest der Welt“ einzuverleiben.(1)

Aufstieg im Zweiten Weltkrieg

Die USA traten möglichst spät in den Krieg ein und machten, solange es ging, Geschäfte mit Kriegsteilnehmern beider Seiten. (2) Die Wall-Street-Banken, die dem Deutschen Reich während der 1920er Jahre umfangreiche Kredite gegeben hatten (Dawes-Plan 1924, Young-Plan 1929), stundeten und erließen sie dem NS-Regime. Zwanzig US-Großkonzerne hatten in der gewerkschaftsfrei nach dem Führerprinzip organisierten deutschen Wirtschaft eine ideale Wirkungsstätte, zum Beispiel IBM, General Motors (Opel), Ford, General Electric, Westinghouse, EastmanKodak, Goodrich, DuPont, Union Carbide. Sie nutzten gern auch von der SS gelieferte Zwangsarbeiter. weiterlesen »

Freitag, 8. November 2013

Sichere Skype-Alternative aus Deutschland: PhoneCrypt ermöglicht verschlüsselte VoIP-Gespräche für Profis

Wer akribisch wichtige E-Mails verschlüsselt, der muss eigentlich auch die Finger von Skype lassen. Das Münchner Sicherheitsunternehmen SecurStar hat mit PhoneCrypt Desktop Free eine kostenfreie Gratis-Alternative mit integriertem Abhörschutz veröffentlicht.

Nie waren die Zeiten für verschlüsselte Onlinedienste besser als heute, im Lichte des NSA-Überwachungsskandals. Das dachte sich auch der 2001 gegründete Münchner Sicherheitsspezialist SecurStar. Das Unternehmen entwickelt kryptographische Hard- und Software und beliefert damit nach eigener Aussage zahlreiche Industriegrößen, die sich vor Wirtschaftsspionage und anderweitiger Überwachung schützen wollen. Unter der Marke PhoneCrypt bieten die Münchner einen Art sicheres Skype, das über eine “militärstarke Verschlüsselung” geschützte, IP-basierte Telefongespräche erlaubt. Bislang richtete sich PhoneCrypt als kostenpflichtiges Produkt primär an gewerbliche Kunden. Doch als direkte Reaktion auf den Merkel-Abhörskandal entschlossen sich die Bayern, nun auch eine kostenfreie Version von PhoneCrypt Desktop anzubieten. weiterlesen »

Mr. Dax warnt vor der Twitter-Aktie: "Was da passiert, ist eine Sauerei"

Der Startschuss ist gefallen: Mit dem Kurznachrichtendienst Twitter ist der nächste Internet-Riese an die Börse gegangen. Direkt nach dem Debüt auf dem Parkett stieg der Wert der Aktie um 75 Prozent. Doch ist der Hype um die Aktie mit dem blauen Vögelchen berechtigt? Börsenexperte Dirk Müller warnt im Exklusivinterview vor dem Kauf - und hält den Börsengang für "eine Sauerei".

Ist der Börsengang des Kurznachrichtendienstes Twitter nur eine Mogelpackung? Das sieht zumindest der als "Mr. Dax" bekannte Börsenexperte und Buchautor Dirk Müller so: "Ich lasse von Twitter komplett die Finger, für mich ist das eine Sauerei, was hier passiert."

Der Grund für den Ärger: Für Müller ist der Börsengang ein abgekartetes Spiel. Von ihm würden lediglich die Investoren, die den Kurznachrichtendienst in den vergangenen Jahren mit ihrem Geld groß gemacht haben, profitieren. "Die fast 600 Millionen Aktien von Twitter wurden bereits vor vielen Jahren verkauft – unter der Hand. Da haben die Schönen, Reichen und Mächtigen zugeschlagen – wie Milliardär Richard Branson, Schauspieler oder saudische Scheichs", sagt Müller. "Jetzt haben sie die Anteile in ihren Depots für einen Gegenwert von null Euro – weil es bisher keinen Börsenwert gibt." weiterlesen »

Silk Road 2.0: Neuer Drogenmarktplatz ist online

Etwas einen Monat, nachdem das FBI den Drogenmarktplatz Silk Road abgeschaltet hat, ist nun der Nachfolger online: die Silk Road 2.0. Unter dem Pseudonym des Dread Pirate Roberts, dem Avatar, den der Betreiber der ersten Silk Road verwendet hatte, wurde der Launch unter anderem auf Twitter angekündigt und Einlade-Codes dafür heraus gegeben.

Wie bei der ersten Silk Road erreicht man den Nachfolger nur, wenn man den Anonymisierungsdienst Tor nutzt. Bezahlen kann man die feilgebotenen Drogen, gefälschten Ausweise und sonstigen Waren wie gehabt nur mit der virtuellen Währung Bitcoin. Frühere Nutzer dürften sich in dem aktuell noch überschaubaren Angebot und dem Seitenlayout problemlos zurechtfinden. In einem Forumsbeitrag höhnt der neue Dread Pirate Roberts, dass das FBI zweieinhalb Jahre für seine Ermittlungen gegen die Silk Road gebraucht habe, um lediglich vier Wochen Funkstille zu erreichen. weiterlesen »